Story von Agnes Zweimüller

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Zielland Rumänien
Kategorie
Europäisches Solidaritätskorps
Soziale Netzwerke

Agnes Zweimüller, am 23.10.2026 um 13:25

8 Monate, 11 Freiwillige, 24 Kinder, unzählige Erinnerungen

Meine ESK-Erfahrung kann durch keine Zahlen beschrieben werden, denn die zwischenmenschlichen Beziehungen haben es zu dem gemacht, was es für mich ist.

Acht Monate, eine lange Zeit, sagt man dir um sie in einem kleinen Dorf in Rumänien zu verbringen, aber doch nicht einmal ein ganzes Jahr. Dass in diesen 8 Monaten, 10 Menschen zu deiner Familie werden, ein Haus, das du vorher nicht gekannt hast, dein Zuhause wird, du für 24 Kinder ein Teil ihres Alltags wirst, das sagt dir keiner.

Ich war über das ESK-Programm für genau diese 8 Monate in Rumänien, genauer gesagt Transsylvanien (und nein, ich habe leider keinen Vampir gesehen) und habe für den Verein Development Support for Transylvania (A.T.A.) in einem Kindergarten mit 24 Kinder gearbeitet. Aber nicht nur, ich habe ein Theaterprojekt geleitet, in ein Beeinträchtigten Center hineinschnuppern dürfen und bei zahlreichen Aktionen der Organisation mitgeholfen.

Diese Erfahrungen haben mich sehr geprägt, umso besonderer haben meinen Auslandsaufenthalt aber die wundervollen Menschen gemacht, die ich kennenlernen durfte, besonders die zehn anderen Freiwilligen. Gemeinsam mit ihnen wohnte ich in dem „Yellow House“, das auch von den Einheimischen so genannt wird. Diese zehn Mädchen aus ganz Europa (Italien bis nach Armenien) machten das Projekt zu dem, was es nun für mich ist. Erst jetzt, nach dem ich seit Monaten wieder zurück in Österreich bin, kann ich erst wertschätzen, wie viel mir sie und unsere gemeinsame Zeit bedeuten. Sie haben mich gelehrt, wie vielschichtig Europa ist, das ich noch alles im Leben machen kann, das ich machen möchte und so vieles mehr.

Ich habe aber nicht nur diese 10 wundervollen Menschen kennen lernen dürfen, nein, so viele mehr. Sie hier alle zu nennen, würde ganze Seiten füllen, aber einige darf ich noch erwähnen. Unsere Mentorin und ihre Mama, die immer mit einem offenen Ohr und einer warmen Umarmung für uns da waren; unser Taxi-Fahrer, der uns mitten in der Nacht vom falschen Bahnhof abholte; die Kinder im Kindergarten, die uns ohne Worte verstanden haben und so viele mehr.

Die Zahlen am Anfang können also meinen ESK-Aufenthalt nicht nur annähernd beschreiben, denn die Menschen haben es erst zu dem gemacht, was es für mich ist, und zwar eine unglaublich bereichernde Zeit.