Tagebuch von Anna Kubin

 Profil anzeigen
Ausbildungsland Österreich
Geburtsdatum 31.05.2004
Ausbildung
Schüler/in
Soziale Netzwerke & Rss

Anna Kubin, am 10.11.2020 um 23:16

Zurück ins Mittelalter

Don Quijote auf der Straße. Touristenläden soweit das Auge reicht. Dies alles und noch vieles mehr war in der wunderbaren Stadt Toledo zu sehen.

Nachdem wir immer wieder kleinere Ausflüge in den naheliegenden Städten unternahmen, war es im zweiten Monat endlich so weit. Wir fuhren nach Toledo.

Gerade weil der Name der Stadt mir nichts sagte, und ich mir nichts darunter vorstellen konnte, war ich so aufgeregt wie ein kleines Kind. Ich konnte es kaum erwarten, ein ganzes Wochenende in einer Wohnung in Toledo zu verbringen und Sehenswürdigkeiten zu betrachten.


Die Ankunft in der Stadt traf mich wie ein Blitz. Wie konnte ich noch nie von dieser Stadt gehört haben! Toledo war eine atemberaubende Stadt mit ritterlichem Flair und vermittelte mir das Gefühl, eine Reise ins Mittelalter unternommen zu haben.  


Der erste Punkt auf unserer Reise war das Einchecken in der Wohnung, woraufhin das Durchforsten der Stadt folgte. Wir konnten uns einen Besuch im bekannten Rüstungsmuseum von Toledo nicht verkneifen. Ganze 8 Stunden verbrachten wir in dem gigantischen Museum und betrachteten Kleidung, Waffen aber auch Miniaturen von Soldaten aus der früheren Zeit. Auch Österreich wurde in einem Kriegsvideo erwähnt, was mir meine Schwester natürlich zwei Räume entfernt zuschreien musste. Auch hier enttäuschte mich das spanische Dessert nicht. Wir gingen zwar öfters zu Sanchez, einer Bäckerei in Tomelloso, doch den Erdbeerkuchen, welchen ich dort aß, war der Beste meines Lebens.


Der Abend brach ein und wir begaben uns wieder auf die Straßen Toledos. Nach einem Eis und einem Besuch in der Kirche, fuhren wir wieder zu unserer Wohnung und kochten gemeinsam ein Gourmetmenü alla Amparo. Gemeinschaftlich schmissen wir uns anschließend auf das Sofa und schauten zusammen eine Serie über die königliche Familie Spaniens.


Am nächsten Tag setzten wir unsere Wanderung fort und probierten Kleidung, aßen weiteres Eis, aber vor allem, hatten wir Spaß. Um das Erlebnis abzuschließen, tobten wir in das große Shoppingcenter am Rande von Toledo und kauften diverse Mitbringsel für meine Freunde aus Österreich.


Es ist mit Abstand die schönste Erinnerung, welche ich aus den zwei Monaten mitgebracht habe. Ich meine, was wünscht man sich mehr, als zwei Tage intensiver Zeitvertreib mit seiner Gastfamilie.

Durch das ständige Zusammensein sind wir an diesem Wochenende zu einer richtigen Familie zusammengewachsen.


Pingas (einkaufen) mit meiner Familie