Tagebuch von Berit Neumayr

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Ausbildungsland Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland
Geburtsdatum unbekannt
Ausbildung
Schüler/in
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Berit Neumayr, am 11.07.2019 um 23:51

In Inverness

Spontan in die Hauptstadt der Highlands

Nachdem ich mit einer Kollegin darüber gesprochen hatte, was ich an meinem freien Tag machen könnte, ergab sich die Gelegenheit, dass sie mich im Auto nach Inverness mitnahm. So stand ich heute früh auf und schon um 10 Uhr war ich in Inverness.

Anfangs war ich etwas überfordert, da diese Spontanität zum Nachteil hatte, dass ich nicht wirklich Zeit gehabt hatte, mich über Sehenswürdigkeiten der Stadt zu informieren. Nach kurzem Googlen war klar: Allzu viel gibt es eh nicht zu besuchen…

Ich machte mich dann auf den Weg hinauf zum Castle von Inverness. Von der Anhöhe konnte ich mir einen guten Überblick über die Stadt verschaffen. Dann ging ich ins Museum von Inverness, das über die Geologie, die Geschichte und die Tiere der Highlands informiert. Der Eintritt war frei, was mich sehr freute, und die Ausstellungen zwar klein, aber interessant, besonders die frühe Geschichte der Highlands und die viktorianische Kleidung sind mir noch stark in Erinnerung. Nur auf die Tierpräperate hätte ich wirklich verzichten können! Nach dem Museum lief ich am Victorian Market vorbei, der es wirklich wert war, ihn zu besuchen: Kleine Ständchen und freundliche Leute!

Nachdem es nun schon Mittag war, machte ich mich auf den Weg zu „Revolution“, eine Bar mit gutem Essen, die mir meine Kollegin empfohlen hat. Und teuer war es auch nicht, für meinen veganen Burger und einen schwarzen Tee zahlte ich gerade mal knappe sieben Pfund!

Gestärkt spazierte ich dem Fluss „Ness“ entlang, telefonierte und genoss das überraschend milde Wetter. (meine drei Jacken in der Tasche verstaut…) Am Rückweg fand ich eine alte Kirche mit wunderschönem (gälisch aussehendem) Friedhof und einen Bookstore mit irre vielen wunderschönen und alten Büchern – mein neues Lieblingsgeschäft!

Ich erledigte einige Einkäufe (Haferflocken, Marmite und Müsli😉…) und genehmigte mich noch eine Tasse Tee als Belohnung dafür, dass ich mich bei den Büchern zurückgehalten hatte. Inverness ist zwar nicht wirklich groß, ich war aber heute in vier Geschäftern, die Bücher verkauften – überdurchschnittlich viele!

Um kurz nach 17 Uhr ging mein Bus zurück nach Dornoch. Der Busfahrer war nett und ließ mich bei einer inoffiziellen Stelle aussteigen, sodass ich nur kurz (also 15 Minuten) zum Castle gehen musste. Mittlerweile herrschte am späteren Nachmittag mal typisch schottisches Wetter, wie man es sich vorstellt, mit Regen und Nebel. Also war ich doch froh um den Schirm und meine Jacken, die ich den ganzen Tag umhergeschleppt hatte.

Inverness als Städtchen sieht nett aus, mit dem Fluss, den vielen Brücken und den kleinen Geschäften. Ich fand es überraschend, dass es relativ viele Geschäfte gab, die Bücher verkauften (besonders im Vergleich zur sonstigen Infrastruktur und Größe).

Aber ganz ehrlich: Ich habe mir zwar nicht viel von Inverness erwartet, trotzdem hatte ich es mir etwas größer erhofft. Für gestern war es nett und ich genoss es, mal wieder in eine Stadt zu kommen, denke aber, dass man sehr schnell alles gesehen hat. Für den Aufwand, mit Öffis dorthin zu gelangen, zahlt es sich leider nur so halb aus. Naja… Es gibt ja auch nicht viel anderes, was man machen kann, wenn man kein Auto hat😉 Es ist sicher nochmals was anderes, wenn man nicht allein unterwegs ist, falls wir mal gleichzeitig frei haben, werde ich Clara schon auch nach Inverness begleiten, aber ich denke, dass ich jetzt schon so ziemlich alles gesehen habe, was es zu sehen gibt.