Tagebuch von Berit Nayr

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Ausbildungsland Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland
Geburtsdatum unbekannt
Ausbildung
Schüler/in
Soziale Netzwerke & Rss

Berit Nayr, am 11.07.2019 um 00:38

Mein Alltag

Was an einem Praktikumstag geschieht

Nun, nach über zwei Wochen, fühlt sich alles schon etwas „normal“ an: Ich weiß, wie die Arbeitstage ablaufen, kenne die meisten Arbeitskollegen und verirre mich auch nicht mehr im Schloss. Natürlich erwartet mich noch einiges, aber ist schön, etwas Alltäglichkeit zu haben und die Anstrengung, dass alles neu ist, hinter mir zu lassen.
Jetzt wo ich mich hier schon besser auskenne, möchte ich nochmals genauer beschreiben, wie mein (Praktikums-) Tag in den Highlands abläuft.

Je nachdem wie lange ich am Vortag gearbeitet habe, stehe ich meist zwischen kurz vor 11 und halb 12 auf und gehe kurz danach mit meiner Freundin zum Essen hinunter in den „schoolroom“. Meist machen wir uns Porridge– was sonst in Schottland;-) Danach gehen wir hinaus und spazieren auf den Ländereien etwas herum, und sehen beispielsweise zu den Pferden. Um 13:30 gehen wir wieder Essen - die Bezeichnungen Frühstück und Mittagessen sind eher unpassend, wenn sich der Tagesablauf verschiebt. Nach dem Essen mach ich es mir in meinem Zimmer gemütlich und lese oder mache eine kurze Powernap, falls ich vom Vorabend noch sehr müde bin

Um 16 Uhr beginnt unser Dienst. Gleich zu Beginn gibt es ein Briefing von dem/der Supervisor/in, bei dem die Aufgaben für den Abend verteilt werden. Die ganze letzte Woche hatten wir beide immer einen „Buddy“, der/die uns zeigte, was wie geht, aber ich kann mir vorstellen, dass wir recht bald selbstständig arbeiten dürfen/müssen. Also Verantwortung übernehmen dürfen, was aber auch bedeutet, dass da was wir machen, passen muss.

Im Anschluss wird aufgedeckt – mit gebügelten Tischdecken, Silberbesteck und Riedel-Gläser (da kommen Heimatgefühle auf – Riedel produziert in Tirol!), um 18 Uhr gibt es Abendessen und danach nochmals ein kurzes Briefing. Dann geht es richtig los, die Gäste kommen, das heißt für uns: Lächeln, freundlich sein und konzentriert arbeiten. Das ist mein Lieblingsteil des Abends – die Gäste sind immer gut gelaunt und auch im „Back of House“ (wo nur Staff ist) geht es ruhig und aber auch lustig zu, was sehr außergewöhnlich ist!

Wenn es wieder ruhiger wird, gibt es für alle nochmals eine kurze Pause und dann wird alles zusammengeräumt und wieder neu aufgedeckt. Da wird es immer wieder sehr spät, was ich aber mit jedem Tag besser gewohnt bin. Wenn wir fertig sind ist es meistens kurz vor eins und es gibt noch das Debriefing, wo zusammengefasst wird, was jede/r gut gemacht hat und was wir verbessern können. Auch hier, um diese Uhrzeit, wird noch gelacht!

Dann bin ich meistens schon so müde, dass alles lustig ist und so entstehen beim Treppen erklimmen die besten Gespräche mit meiner Freundin. Auch nach den langen Arbeitstagen reden (und lachen) wir noch lange gemeinsam, zu Kosten meines Schlafes…

Am nächsten Tag geht es ungefähr so wieder weiter, wobei jeder Tag aufs Neue sehr spannend ist!

Rechts im Eck: Ein neuer Lieblingsplatz!