Tagebuch von Berit Neumayr

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Ausbildungsland Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland
Geburtsdatum unbekannt
Ausbildung
Schüler/in
Soziale Netzwerke & Rss

Berit Neumayr, am 13.08.2019 um 18:54

Cheers!

Seit einer Woche bin ich wieder Zuhause. Mein Rückblick auf Erwartungen und Erinnerungen


Bevor wir in die Highlands kamen, hoffte ich, dass ich mit einem richtig schottischen Akzent heimkommen würde. Das ist zwar nicht der Fall, trotzdem hab ich mir einige tolle Wörter angeeignet, wie „wee“ für klein und „cheers“. Besonders das Letztere finde ich super, denn es wird für alles Mögliche verwendet – egal ob „Prost“, „Danke“ oder „viel Glück“ gemeint ist, mit „cheers“ liegt man nie falsch.

Ich war überrascht, dass meine Englisch-Sprach-Kenntnisse doch nicht so fließend waren wie ich erwartet hatte und obwohl das Schottisch nicht so sehr abgefärbt hat, bin ich doch sicher, dass sich meine Aussprache und die Sprachflüssigkeit verbessert haben.

Es war ein absolutes Erlebnis, in Skibo Castle zu arbeiten – die Kollegen und Vorgesetzten, die ich (mit nur einer Ausnahme) alle wirklich gerne mochte, die netten Gäste, die uns trotz (oder gerade wegen) ihres eigenen „hohen“ Status absolut respektvoll begegneten, das angenehme Betriebsklima! Besondere Ereignisse gab es genug: der 4. Juli, wo mit Stars&Stripes – Kuchen und „Burger de luxe“ den amerikanischen Nationalfeiertag zelebriert wurde (obwohl das für mich irgendwo eine Ironie darstellte – den Tag an dem die USA feiert, keine britische Kolonie mehr zu sein…), dem Wimbledon-Turnier wurde gespannt mit „strawberries and cream“ gefolgt und der Abend, an dem eine 10-köpfige Dudelsack-Band anmarschierte und spielte, um den Geburtstag eines Gastes zu zelebrieren.

Ja, es gab Tage, an denen ich unmotiviert war, Zeiten, wo ich gerne in der „Zivilisation“ gewesen wäre und ja, ich hatte Heimweh! Aber das ging vorbei und ich genoss die restliche Zeit umso mehr!

Dank der Unterstützung von Erasmus+ konnte ich in den Highlands den „Chanter“ (Dudelsack-Pfeife) ausprobieren, aß Veggi-Haggis und lebte 6 Wochen lang relativ selbstständig. Ich trat in Fettnäpfchen, auf die nicht weiter eingegangen werde muss (nur so viel: Auch wenn die Gäste darauf bestehen, ist trotzdem davon abzuraten, mit den Gästen mitzusingen😉), Clara duschte in Champagner anstatt ihn zu öffnen und wir können darüber lachen, denn diese Momente machen unser Auslandspraktikum unvergesslich!

Cheers, auf Erasmus+!

Cheers, auf die marvellous time in diesem absolutely brilliant Schloss mit lovely Clara!

Cheers, an alle, deren Auslandszeit noch bevorsteht: Macht euch ein Abenteuer daraus!

Cheers – prost, danke, tschüss!

Mit viel Gepäck gut gelandet - danke für diese einmalige Zeit!