Story von Carina Glarcher

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Zielland Schweden
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Schulbildung
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Carina Glarcher, am 31.07.2026 um 13:45

Passport to Experience

Reisepass schnappen und einfach mal in die große weite Welt losziehen?! Ja genau, einer meiner Träume der wahr geworden ist. Ein unvergesslicher Sommer!

Hallöchen erstmal! Mein Name ist Carina, ich bin 17 Jahre alt und durfte im Sommer 2026 am Erasmus+-Programm teilnehmen. Wenn ich heute daran zurückdenke, kann ich eigentlich nur sagen: Ich bin unglaublich froh, dass ich mich dafür entschieden habe.


Als ich mich für Erasmus+ beworben habe, wollte ich vor allem eines: etwas erleben, das mich persönlich weiterbringt. Ich wollte für eine Weile aus meinem normalen Alltag raus, eine andere Kultur kennenlernen und Menschen aus verschiedenen Ländern treffen. Gleichzeitig war da natürlich auch ein bisschen Nervosität. Ich wusste nicht genau, was mich erwarten würde und ob ich mich wirklich schnell einleben würde. Aber genau diese Mischung aus Vorfreude und Unsicherheit hat das Ganze für mich so aufregend gemacht.


Vor der Abreise hieß es natürlich nicht nur Koffer packen und Reise organisieren. Auch sprachlich wollte ich mich ein bisschen vorbereiten. Mir war klar, dass wahrscheinlich nicht immer alles reibungslos laufen würde. Trotzdem wollte ich mich auf das Abenteuer einlassen, offen bleiben und einfach schauen, was auf mich zukommt.


Schon nach den ersten Tagen wusste ich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen hatte. Ich durfte so viele offene und herzliche Menschen kennenlernen, mit denen ich teilweise viel schneller ins Gespräch gekommen bin, als ich vorher gedacht hätte. Obwohl wir aus unterschiedlichen Ländern kamen und teilweise ganz verschiedene Sprachen gesprochen haben, hatten wir von Anfang an eine Verbindung. Es war irgendwie schön zu sehen, wie schnell aus Fremden Menschen wurden, mit denen man gemeinsam lacht, redet und Erinnerungen sammelt.


Zu meinen schönsten Erinnerungen gehören definitiv die gemeinsamen Ausflüge. Von Sonnenuntergängen am Strand bis hin zu gemeinsamen Sporteinheiten war eigentlich alles dabei. Besonders beeindruckt hat mich die nahe gelegene Stadt Kopenhagen – und damit sogar ein weiteres Land. Die bunten Häuser am Nyhavn, die kleinen Gassen und diese ganz besondere, entspannte Atmosphäre haben mich sofort begeistert. Gemeinsam durch die Straßen zu laufen, neue Ecken zu entdecken und einfach ohne großen Plan loszuziehen, hat unglaublich viel Spaß gemacht.


Auch das Probieren typisch schwedischer Spezialitäten durfte natürlich nicht fehlen. Dabei ist mir aufgefallen, wie viel man über ein Land und seine Kultur eigentlich durch das Essen erfahren kann. Ein gemeinsames Abendessen am Hafen wird mir ebenfalls besonders in Erinnerung bleiben. Wir saßen zusammen, haben uns über unsere verschiedenen Kulturen ausgetauscht, Geschichten erzählt und vor allem sehr viel gelacht. Genau solche Abende waren es, die den Aufenthalt für mich so besonders gemacht haben.


Natürlich gab es auch Momente, in denen ich meine Familie und meine Freunde vermisst habe. Gerade diese Momente waren aber wichtig für mich. Sie haben mir gezeigt, dass ich auch mit solchen Situationen alleine klarkommen kann. Zum ersten Mal für längere Zeit gemeinsam mit einer meiner besten Freundinnen in einem anderen Land zu leben, war am Anfang schon etwas ungewohnt. Plötzlich musste man vieles selbst organisieren und sich in einer völlig neuen Umgebung zurechtfinden. Doch mit der Zeit wurde alles immer vertrauter und irgendwann hat sich das Ganze sogar ein bisschen wie Alltag angefühlt.


Während dieser Zeit habe ich gemerkt, dass ich selbstständiger und auch selbstbewusster geworden bin. Ich habe gelernt, offener auf andere Menschen zuzugehen und mich auch dann zurechtzufinden, wenn etwas nicht so läuft, wie ich es mir vorher vorgestellt habe.


Besonders der Austausch und die gemeinsame Arbeit mit Menschen aus verschiedenen Kulturen haben meinen Blick auf viele Dinge verändert. Es war spannend zu sehen, wie unterschiedlich manche Sichtweisen sein können und gleichzeitig festzustellen, wie viele Gemeinsamkeiten wir eigentlich haben. Aus anfänglichen Bekanntschaften sind Freundschaften entstanden, für die ich unglaublich dankbar bin.


Wenn ich heute auf meinen Erasmus+-Aufenthalt zurückblicke, denke ich deshalb gar nicht zuerst an die Orte, die ich gesehen habe. Ich denke an die Menschen, die ich kennenlernen durfte, an die Gespräche, an das gemeinsame Lachen und an all die kleinen Momente, die diese Zeit so besonders gemacht haben.


Ich nehme aus diesem Sommer nicht nur viele unvergessliche Erinnerungen mit, sondern auch mehr Selbstvertrauen und die Gewissheit, dass es sich lohnt, manchmal einfach mutig zu sein und etwas Neues auszuprobieren. Erasmus+ hat mir gezeigt, dass man manchmal erst aus seiner gewohnten Umgebung herauskommen muss, um zu merken, wie viel man eigentlich schaffen kann.


Diese Erfahrung hat mich auf eine ganz besondere Art wachsen lassen und ich bin mir sicher, dass ich mich noch sehr lange und vor allem sehr gerne an diesen Sommer zurückerinnern werde.

schwedisches Sommergefühl