Story von Daniela Altersberger

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Zielland Argentinien
Geburtsdatum 10.02.1983
Kategorie
ESK-Jubiläum
Soziale Netzwerke

Daniela Altersberger, am 18.10.2023 um 10:21

Freiwilligendienst in Argentinien 2010

Hallo Leute! Mein Name ist Daniela Altersberger und ich komme aus Österreich. Im Mai 2010 verbrachte ich ein Jahr Freiwilligendienst in Argentinien.

Ich möchte euch gerne erzählen wie es dazu kam und welches Projekt ich u.a. begleiten durfte.

Beim aha Bregenz Infoabend wurde mir das Projekt mit Autistischen Kindern in Chile vorgestellt. Es hat es mich gereizt: weg aus dem kleinen Ländle hinaus in die weite Welt und hinein in die Welt der Kinder mit Autismus. Ich wollte es nochmal wissen, ob ich mit dieser Aufgabe klarkommen könnte. Außerdem war ich noch unter 30 Jahre alt, hatte mein Studium Soziale Arbeit abgebrochen sowie berufliche Erfahrungen gesammelt. Daher war es eine Leichtigkeit diesen Job zu bekommen. Aufgrund von Erdbeben hatte sich mein Projektstart ein wenig verzögert und aus dem ursprünglichen Zielort Chile wurde dann Argentinien. Statt mit Autistischen Kindern wurde ich gefragt ob ich mir vorstellen könnte auch in einem Kindergarten zu arbeiten.

So kam es auch: Meine ersten 8 Monate verbrachte ich im Kindergarten Jardin Belen in Villa El Libertador, bei Cordoba. Nach der Ferienzeit entschied ich mich für die Möglichkeit weitere Projekte im Sozialbereich kennenzulernen: „Fundacion Lorenzo Milani“ (Kinder und Jugendliche mit Behinderung); Casa de la Bondad (Manos Abiertas), einer Art Hospizhaus für Menschen ohne Angehörige; die Hospedería (Manos Abiertas) ist eine Art Obdachlosenheim für Männer, wo wir als eine Gruppe Freiwilliger Helfer in der Küche gekocht haben. Ich durfte unglaublich viele neue Eindrücke sammeln, angefangen mit den kleinen Kindern bis hin zu Erwachsenen in Not bis hin zu Sterbenskranken Menschen. Aus all diesen vielen Sozialprojekten und Organisationen möchte ich euch nun eines vorstellen, welches ich im August 2010 begleiten durfte und mich tief berührt hatte:

Das Projekt „Techo para mi pais“ – Ein Dach für mein Land

„Techo para mi pais“ wie es damals hieß ist eine NGO, die Leuten in extremer Armut aus Lateinamerika hilft. Sie arbeiten zusammen mit communities und bauen Häuser und sogar medizinische Zentren. Sie helfen insgesamt in 19 Ländern Südamerikas. Man kann sich dort auch als Freiwillige melden. https://argentina.techo.org/sobre-techo/

Gerade für arme Länder in denen die Häuser zerstört sind und die Menschen kein Zuhause mehr haben und keine medizinische Versorgung, benötigen dringend solche Unterstützung für ihr Land. Wenn ich an Kriegsgebiete wie Ukraine usw denke wäre dies nicht eine Möglichkeit Menschen wieder ein Dach in ihrem Land zu geben?

Ich durfte als Freiwillige Teil dieser großen Gemeinschaft sein und ein Holzhaus für ein Paar aus ärmlichen Verhältnissen mitbauen. Es war so eine gute Energie, viel Motivation und Spaß bei der Arbeit. Ich habe mich sehr wohl gefühlt in diesem Projekt, in diesem Team. Und die neuen Eigentümer waren so dankbar und gerührt von unserer Hilfe und dem neuen Zuhause. Auch ich blicke heute noch dankbar zurück auf die vielen schönen Erinnerungen in dieser Zeit.

Nach dem Freiwilligendienst in Argentinien entschied ich mich das Studium Soziale Arbeit fortzusetzen. Im Wintersemester 2012 absolvierte ich mein Berufspraktikum beim aks in der Sozialpsychiatrie in Götzis. Seit April 2022 arbeite ich wieder bei der aks gesundheit GmbH. Nun bin ich in der Zentrale Bregenz als Telefonistin am Empfang angestellt und betreue zwei integrative Arbeitsplätze.