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Tagebuch von Elisabeth Gangl

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Ausbildungsland Spanien
Geburtsdatum 04.07.1997
Ausbildung
Studierende/r
Soziale Netzwerke & Rss

Elisabeth Gangl, am 05.11.2019 um 23:24

Woche 13 l Mai 2019: MALLORCA

Eine Shorts. Zwei T-shirt’s. Unterwäsche. Bikini. Fertig gepackt ist der Rucksack. Auf nach Mallorca.

Gemeinsam mit Charlotte, eine meiner französischen Mitbewohnerinnen, und Elena, meine Studienfreundin aus Wien, fliegen wir spontan um 20€ nach Mallorca. Mit der ESN Erasmus Karte hat man 15% auf 8 Ryan Air Flüge sowie gratis Aufgabegepäck! Das nutzen wir natürlich.

Angekommen in Palma, holen wir direkt unser Mietauto und schon düsen wir zu Reggaeton-Beats los in die Stadt. Ich fahre, da ich schon am längsten den Führerschein besitze. Ich habe absolut keine Erwartungen an den "Ballermann", daher bin ich äußerst positiv überrascht als wir ankommen! Die Innenstadt ist so schön und noch sind nicht ganze Touristenmassen unterwegs, also können wir entspannt durch die Stadt spazieren. Nach 3h fahren wir weiter in unser Apartment im Süden Mallorcas. Wir haben einen atemberaubenden Ausblick direkt aufs Meer! Wir holen uns ein paar Tapas und essen sie auf unserem Balkon während die Sonne untergeht.

Um 6 Uhr stehen wir schon auf, um in Stille den Sonnenaufgang zu genießen und den Wellen zu lauschen. Ich mache ein bisschen Yoga und später frühstücken wir und danach machen wir uns wieder auf den Weg.

Entlang der wunderschönen Küstenstraße fahren wir einen Ort nach dem anderen ab: von Estellencs, Banyalbufar, Port de Sóller bis Pollença und machen Fotos von der atemberaubenden Szenerie. Charlotte hat ihre GoPro-Kamara mit und filmt alles. Der Himmel ist klar und die Sonne strahlt auf unsere Haut.

Unsere zweite Nacht wollen wir in einem Airbnb in einem ehemaligen Kloster auf einem Berg verbringen. Von einer Minute auf die andere färbt sich der Himmel grau und es regnet in Strömen. Ich fahre mit dem Auto so weit wie möglich den kurvigen Berg hinauf und bete, dass wir nicht von der Straße abkommen. Die letzten 30 Minuten müssen wir zu Fuß den steilen Berg hinaufgehen und kommen völlig durchnässt oben an, wo uns das Kloster wie in einem Horrorfilm umgeben von Nebel erwartet. Eine Dame gibt uns den Schlüssel zum Zimmer: es ist sehr notdürftig eingerichtet, sehr kalt und wir entdecken sogar eine Kackerlake! Am liebsten würden wir sofort wieder umdrehen, aber wir haben keine Wahl. Es wird immer dunkler und in dem Regen wäre es zu gefährlich den rutschigen Steinweg zurückzugehen. Also essen wir unsere Sandwiches, trinken eine halbe Flasche Wein und wissen nicht wirklich, ob wir lachen oder weinen sollen - also bricht eine Kombination aus beiden aus uns heraus.

Nach kaum ein paar Stunden Schlaf packen wir bei Sonnenaufgang sofort unsere Sachen und flüchten. Auf einmal ist der Himmel wieder klar und wir haben einen herrlichen Ausblick! Wir fahren weiter bis zum Nordkap und danach zu zwei versteckten Stränden wo wir uns in die türkisblauen Wellen stürzen!

Bald gehts leider wieder zurück zum Flughafen und obwohl es ein Abenteuer (der Gefühle) war, war es eines der schönsten Erlebnisse die uns eng zusammengeschweißt haben.