Im April hatte ich die Möglichkeit, gemeinsam mit ein paar Schülerinnen und Schüler eine Woche in Spanien zu verbringen. Wir besuchten Valencia und Madrid und konnten in dieser Zeit viele neue Erfahrungen sammeln. Ich habe mich sehr gefreut, an dieser Reise teilnehmen zu dürfen, weil ich nicht nur ein neues Land kennenlernen, sondern auch die Kultur und die Sprache besser verstehen wollte.
Unser erster Aufenthalt war in Valencia. Am ersten Abend gingen wir in ein Restaurant namens Los Gómez, wo wir traditionelle spanische Gerichte probierten. Danach spazierten wir noch durch die Stadt, wo wir lustige TikToks gefilmt haben und einfach die Atmosphäre genossen haben. Was mir schon am ersten Abend aufgefallen ist, war, dass ein in Spanien viel später dunkel wird als in Österreich. Der Sonnenuntergang war erst nach 21 Uh, was für mich zuerst ungewohnt war. Ich fand es aber richtig schön, weil man dadurch das Gefühl hatte, dass der Tag länger ist und man mehr Zeit hat, etwas zu unternehmen.
Am nächsten Morgen entschieden wir uns, früh aufzustehen, um gemeinsam den Sonnenaufgang anzuschauen. Obwohl wir noch müde waren, hat es sich wirklich gelohnt. Wir besuchten auch den Mercat Central, wo es viele verschiedene Lebensmittel und regionale Spezialitäten gab. Danach fuhren wir mit dem Fahrrad durch die Stadt und besichtigen die Ciudad de las Artes y las Ciencias. Besonders schön fand ich auch unserem Tag am Strand. Wir gingen im Meer schwimmen und aßen anschließend Paella direkt am Strand. Das war einer meiner Lieblingsmomente der Reise, weil wir alle zusammen waren und einfach die Zeit genießen konnten.
Nach Valencia reisten wir weiter nach Madrid. Dort besichtigen wir verschiedene Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel die Plaza de la Amería und die Plaza de Oriente. Wir gingen auch shoppen und verbrachten Zeit in einem Park, wo wir gemeinsam Picknick gemacht haben und danach Boot fuhren. Natürlich probierten wir auch in Madrid traditionelles spanisches Essen. Es war interessant, die beide Städte kennenzulernen du ihre unterschiedlichen Seiten zu entdecken.
Was mir während der Reise besonders aufgefallen ist, war der Unterschied zwischen dem Lebensstil in Spanien und dem, den ich aus Österreich kenne. Die Menschen wirkten auf mich oft entspannter und weniger gestresst. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich mehr Zeit für kleine Dinge nehmen, gemeinsam draußen sitzen, mit Freuden essen gehen und einfach den Moment genießen. Natürlich ist nicht jeder Mensch gleich, aber ich hatte den Eindruck, dass das Leben dort ein bisschen anders gelebt wird. Das hat mir sehr gefallen und mich auch zum Nachdenken gebracht. Manchmal konzentrieren wir uns im Alltag so sehr auf Schule, Arbeit und unsere Verpflichtungen, dass wir vergessen, uns Zeit für uns selbst und die Menschen um uns herum zu nehmen. Von dieser Einstellung möchte ich mir auf jeden Fall etwas mitnehmen.
Neben unseren Ausflügen hatten wir an einigen Nachmittagen auch ein besonderes Programm. Wir trafen uns mit Erwachsenen, die Deutsch lernen wollten. Wir halfen ihnen beim Deutschlernen, während sie uns Spanisch beibrachten. Es war eine tolle Gelegenheit, unsere Sprachkenntnisse zu verbessern und mit Menschen aus einer anderen Kultur in Kontakt zu kommen. Dabei haben wir gemerkt, dass man auch ohne perfekte Sprachkenntnisse viel voneinander lernen kann.
Ich bin sehr dankbar, dass ich durch Erasmus+ die Möglichkeit bekommen habe, diese Reise zu machen. Ich konnte neue orte kennenlernen, meine Sprachkenntnisse verbessern und viele schöne Erinnerungen sammeln. Außerdem habe ich gelernt, offener für andere Kulturen zu sein und Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Obwohl wir nur eine Woche dort waren, haben wir unglaublich viel erlebt. Ich hoffe, dass ich in Zukunft wieder nach Spanien reisen kann, weil mir das Land sehr gut gefallen hat und ich gerne noch mehr entdecken möchte.