Tagebuch von Katrin Steiger

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Ausbildungsland Kroatien
Geburtsdatum 07.01.1998
Ausbildung
Studierende/r
Soziale Netzwerke & Rss

Katrin Steiger, am 24.09.2019 um 15:53

Erasmus - der Beginn einer Liebesgeschichte

Wie eine Beziehung auch nach Erasmus funktionieren kann!

Niemals hätte ich gedacht, dass ich während meines Erasmusaufenthalts eine Liebe finden kann. 

Schon gar nicht hätte ich gedacht, dass ich jemals eine Person lieben kann, die nicht meine Muttersprache spricht (Deutsch). 

Einige werden sich jetzt denken, warum ich das so empfinde, denn Liebe kennt doch keine Grenzen. Ja, das hatte ich nun auch erlebt. Immer war ich der Meinung, dass es nie mit jemanden funktionieren könnte, der nicht meine Sprache spricht, denn ich kann mich auf keinen Fall besser ausdrücken und auch Redewendungen und Gags können nicht verwendet werden, wenn jemand nicht in meiner Kultur und mit meiner Sprache aufgewachsen ist. Ich gebe es zu, anfangs war es etwas schwer, denn man suchte immer nach Vokabeln oder anderen Wegen wie man etwas ausdrücken könnte. Doch mit der Zeit gewöhnt man sich daran und man findet seine eigene Sprache und mit der Zeit beginnt man auch das gekonnte Englisch zu verbessern, denn man schlägt Wörter immer wieder nach und erweitert somit seinen Wortschatz. Ebenso lernt man die Sprache des anderen viel besser kennen, denn derjenige verwendet dann hin und wieder ausdrücke in seiner Muttersprache. 

Eine Fernbeziehung heißt aber auch Kompromisse einzugehen und dazu zählt auch die Sprache des anderen zu lernen, um zu zeigen, dass man sie akzeptiert. Ebenso heißt es auch geduldig sein. Denn es ist einfach nicht möglich sich jeden Tag zu sehen. Deshalb bedeutet es, am Wochenende immer wieder reisen und auch damit aus zu kommen, den Partner nur 2-3 Tage die Woche zu sehen und somit auch niemals, zumindest in der Anfangszeit nicht in dieses Miteinander zu kommen. Teilweise gut, denn man freut sich auf den anderen viel mehr, andererseits schlecht, denn so kann man nicht wissen ob man zusammen funktioniert. Doch irgendwann sind beide mit dem Studium fertig, in unserem Fall in 2 Jahren und dann werden wir sehen was passiert. 2 Jahre sind eine lange Zeit, es kann so viel passieren dazwischen. 

Ebenso ist es eine Frage der Finanzen, wie oft kann sich ein Student / eine Studentin es sich leisten zu reisen. Natürlich werden dann meist die günstigen Varianten gewählt. Wir haben auch vor sich in Zukunft nicht immer nur bei einem von uns zu treffen, sondern vielleicht in einer anderen Stadt, um neue Gegenden zu erkunden und zu sehen wie es ist. Es ist allerdings schwierig dabei zusammen zu kommen und die passende Zeit zu finden. 
Die Ferien haben wir nun großteils gemeinsam verbracht. Ich habe sehr viel Zeit in Polen verbracht, denn er wohnt hier. Somit konnten wir sehen ob wir funktionieren und derweil passt alles perfekt und wir wollen es auf jeden Fall probieren, denn wer es nicht probiert hat, der hat schon aufgegeben. 

Auch in meinem Erasmussemester habe ich mitbekommen, wie viele zuvor geführte Beziehungen auseinandergegangen sind und wie sich neue Lieben entwickelt haben, somit sind wir nicht alleine mit der Situation und die Stärke der anderen hilft uns auch! 

Die Frage des: "Wohin werden wir später einmal ziehen?" wird natürlich auch von Wichtigkeit sein. Diese konnten wir zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht beantworten, aber wir haben ja noch Zeit. 

Somit hoffe ich, dass aus den vielen Momenten, Erlebnissen und Funken einmal ein Zauber von tiefer Liebe entstehen kann, die weilt.