Tagebuch von Klara Fall

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Ausbildungsland Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland
Geburtsdatum 06.02.1995
Ausbildung
Studierende/r
Soziale Netzwerke & Rss

Klara Fall, am 01.07.2019 um 12:54

Learning English

Wie es mir mit meinem Englisch so ergangen ist, was sich verbessert hat und wie ich zur "Fair enough"-Sagerin geworden bin...


Wie’s mir mit meinem Englisch so ergangen ist?

Bevor ich nach England gegangen bin, war mein Englisch so mittelmäßig. Ich habe Filme und Serien auf Englisch geschaut und das meiste immer verstanden. Wenn’s allerdings um’s tatsächliche Sprechen gegangen ist, hatte ich Schwierigkeiten um zu switchen. Die Worte und Sätze waren zwar irgendwo in meinem Hirn vergraben, allerdings konnte ich nie so schnell umschalten, um dann auch wirklich alles so zu meinem Gegenüber zu übermitteln, wie ich wollte.

Jetzt ist das anders. Ich kann einfach drauf los plappern, habe keine Angst davor, etwas Falsches zu sagen, weil ich immer irgendwie ausdrücken kann, was ich möchte.


In der Uni fiel es mir anfangs schon schwerer, alles zu verstehen. Da waren ein paar Lehrende dabei mit ganz exotischen Akzenten, die nicht mal meine englischen Mitstudierenden so richtig verstanden haben. Aber es wurde besser, Woche um Woche.

Ich glaube trotzdem, dass ich am meisten durch meine englischen Mitbewohner*innen und Freund*innen gelernt habe. Weil ich konstant mit ihnen im Gespräch war, keine Angst vor Fehlern haben musste und sie mich (auf meinen Wunsch hin) auch verbessert haben. Ich habe schon realisiert, dass man einen Akzent nicht einfach so los wird und gegen einen echten britischen austauschte. Aber ich habe mich damit abgefunden, dass ich kein akzentfreies Englisch spreche, dass das länger dauert als ein paar Monate.

Und in diesem Kontakt lernt man dann auch die Umgangssprache so viel besser. Statt „You’re welcome“ sagt man zum Beispiel „it’s alright, mate“. Oder "fair enough", das sagt man sowieso zu allem! Wirklich, zu allem! Das wird wie ein "okay" oder "aha" verwendet. Und ja, ich habe diese Worte tausendfach gesagt, dabei fühlte ich mich nämlich so richtig britisch!

Allgemein habe ich die "wichtigsten" englischen Wörtern von meiner Mitbewohnerin Alice gelernt. Dank ihr weiß ich jetzt, dass Popel nicht gleich Popel ist und es einen Unterschied zwischen "bogey" und "snot" gibt. Ich weiß, das hört sich jetzt vielleicht sehr sehr komisch an, aber genau solche Sachen lernt man nicht in der Schule! Dazu muss man auf Erasmus gehen!