Tagebuch von Laura Haipl

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Ausbildungsland Italien
Geburtsdatum unbekannt
Ausbildung
Studierende/r
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Laura Haipl, am 04.11.2019 um 20:09

Copy & Paste

Markieren Sie den gewünschten Inhalt (Erasmus-Erfahrungen September/Oktober), kopieren (C) und fügen (V) Sie diesen in den Unter-Ordner"November/Dezember" ein.

Mein neuer Ordner "Erasmus" hat nach einigen Wochen schon verschiedenste Facetten, Farben und Unter-Ordner erhalten, wovon einige in den anderen Beiträgen zu lesen sind. Im Groben allerdings ordnet mein Kopf die bisherigen Erfahrungen nach Zeit und Zwischenetappen, in denen sich dann natürlich die ganzen Unter-unter-Ordner befinden. Somit war für mich die erste Etappe um die Zeit von Allerheiligen vorüber, vor allem deshalb, weil ich nach Wien zu meinem Freund und nach Hause nach Südtirol gefahren bin. In dieser Zeit habe ich das Erasmus-Semester mitsamt allen Erlebnissen und Erfahrungen auf  

 II P A U S E II  gestellt. Das war...


eine Zeit, in der ich merkte, wie sehr ich schon in italienischer Sprache denke.

eine Zeit, in der ich merkte, wie zu Hause ich mich in Wien fühle.

eine Zeit, in der ich merkte, wie schell ich mich in Wien wieder zu Hause fühlte. 

eine Zeit, in der ich merkte, wie derartig anders Wien im Vergleich zu Florenz ist.

eine Zeit, in der ich merkte, wie sehr ich zwischen diesen zwei Kulturen hin und hergerissen bin. 

eine Zeit, in der ich merkte, wie erlebnisreich das Erasmus-Semester bisher war.

eine Zeit, in der ich merkte, wie sehr ich mich schon ans von meinem Freund Getrennt-Sein gewöhnt hatte (bekanntlich gewöhnt man sich ja auch an das Schlechte).

eine Zeit, in der ich merkte, wie einfach das Ausgehen Abends in einer kleinen Stadt wie Florenz sein kann. 

eine Zeit, in der ich merkte, dass die Entscheidung den neuen Ordner "Erasmus" zu eröffnen absolut richtig war und sich zunehmend richtiger anfühlt.

eine Zeit, in der ich merkte, wie lieben gerne ich zwar in Wien bin, aber momentan dies als zu langweilig und eintönig ansehe. 

eine Zeit, in der ich merkte, wie sehr ich das Erasmus-Semester eigentlich schätzen und nützen sollte. Und das, für jede Sekunde!


Im Summe zum einen eine schöne und wichtige Zeit, zum anderen aber auch eine zu schöne Zeit mit meinem Freund, die es mir gestern Abend nicht ganz so leicht gemacht hat wieder zurück nach Florenz zu fahren. Dieses Ankommen (laut Definition der Variable 2) wird sicher um einiges einfacher, da ich die Umstände, den Ort, die Menschen usw. schon kenne.  Trotzdem heißt zurückkommen immer auch sich wieder einfinden, umdenken und ankommen. Neu ankommen. Die Hoffnung nun besteht darin, dass die vor mir liegende nächste Etappe bzw. der neue Unter-Ordner "November/Dezember" sich so bunt, toll und erlebnisreich wie jene/r von "September/Oktober" zeigt. Ganz einfach gesagt:

                                                         COPY AND PASTE

                                                         Copy (C) des Unter-Ordners "September/Oktober" 

                                                         und sinngemäß 

                                                         Paste (V)  in den Unter-Ordner "November/Dezember" 


Das soll jetzt nicht heißen, dass ich eine Langweilerin bin und keine Neugierde auf Neues habe. Ich würde mir nur wünschen, dass das Erasmus-Semster so weitergeht wie bisher und ich jeden Tag genießen und "pflücken" kann, ganz im Sinne des lateinischen Ausdrucks "carpe diem". 

wenn in Wien als Touristin...führt kein Weg vorbei an den unaussprechlich guten Brötchen "Trzesniewski"