Story von Sara Ritter

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Sara Ritter, am 23.10.2026 um 01:19

Mein Jahr in Südfrankreich (Toulouse, Danser, Voyager)

In Südfrankreich habe ich viel über mich gelernt was mir wichtig ist, was mich interessiert und ich gerne mache. Danke fürs tanzen, reisen, spielen, lachen :)

Ich war von September 2025 bis August 2026 in Südfrankreich in Castres und habe dort in einer Freizeit und Ferienbetreuung für Kinder von 3-12 Jahren mitgeholfen.

Wie bin ich zum Freiwilligendienst gekommen? Ich wollte nach meiner Ausbildung ins Ausland und gerne in ein frankophones Land, da ich französisch schon ein bisschen von der Schule konnte und es gerne verbessern wollte. Ab April habe ich viel nach Projekten gesucht und viele Bewerbungen abgeschickt. Von vielen habe ich leider gar nichts zurückbekommen, von manchen Absagen und dann von 2 eine Einladung zu einem Interview. Nach längerem überlegen habe ich mich dann für die Ludotheque in Castres entschieden.

Bei der Arbeit haben wir viele Ausflüge mit den Kindern gemacht Eislaufen, Kino, Spielpark… Sonst haben wir viele verschiedenen Themen gemacht wie Österreich, Spanien, Kinderrechte, Kunst und haben die Aktivitäten gemeinsam im Team überlegt und dann vorbereitet. Zusätzlich haben wir jeden Tag 30min Spiele für die Vs nebenan animiert. Für mein persönliches Projekt habe ich dann im Kindergarten Spiele animiert. Die Arbeit hat mich darin bestätigt, dass ich gerne mit Kindern arbeite und ihnen gerne etwas zeige erkläre oder beibringe. Auch wenn es manchmal vor allem in den Ferien jeden Tag von morgens bis abends mit den Kindern anstrengend war, habe ich die Arbeit genossen. 

Castres ist ein bisschen kleiner als Dornbirn und es hat viele sportliche Vereine gegeben. Ich habe da ich davor schon getanzt habe im Vorhinein schon geschaut, wo es etwas zum Tanzen gibt, und bin an meinem ersten Wochenende schon zum Tag der offenen Türe in die Tanzschule gegangen, wo ich mich dann auch fürs Jahr angemeldet habe. Beim Tanzen habe ich viele Leute kennengelernt und immer wieder getroffen da ich fast jedes Wochenende auf einem Tanzabend war. Beim Tanzen wars es anfangs auch angenehm, dass man die Sprache nicht so gebraucht hat. 

In den ersten 6 Monaten bin ich meistens in Castres geblieben und habe dort die meiste Zeit verbracht bei Spieleabenden mit Freunden, Fotospaziergängen, Kunstaustellungen und bei vielen Bustouren in Castres. 

Ab März bin ich am Wochenende dann fast immer unterwegs gewesen oft in der nächsten Großstadt Toulouse (ca. 1,5h von Castres), da es dorthin einen Bus gab. Sonst waren die Öffis viel schlechter ausgebaut als ich es von Vorarlberg kenne (keine Busse abends nach 19 Uhr und am Sonntag, dafür waren sie gratis). In Toulouse hat es ganz viele Veranstaltungen und Events gegeben. 1. Sonntag im Monat gratis Eintritt in viele Museen (ist in ganz Frankreich so), Ausstellungen, im Sommer Toulouse Plage mit ganz vielen gratis Sportworkshops und Angeboten… Wenn man viele Angebote haben möchte, ist eine Großstadt die bessere Wahl für den Esk, glaube ich. Ich habe Toulouse am Wochenende gerne gehabt, zum Leben wäre es mir aber glaube ich zu  großstadtmäßig und stressig gewesen und war mir Castres doch lieber. 

Ab Mitte Mai hatte ich dann eine kleine Gruppe mit Auto, mit denen ich die Umgebung bei vielen Wochenend- und Tagesausflügen angeschaut habe. Gemeinsam reisen und Orte anschauen macht einfach mehr Spaß als allein und mit Auto ist man doch flexibler und kann auch kleine Dörfer anschauen wo keine Öffis hinfahren. 

Alles in allem kann ich einen Auslandsaufenthalt sehr empfehlen. Ich habe viel über mich gelernt auch aus neg. Dingen z.B. hellhörige Wohnung oder kein eigener Balkon und Garten, oder Wg dass man Kompromisse bzw. Alternativen finden muss und auch dass ich Sachen von Österreich schätze und vermisse. Ich habe so viele Leute kennengelernt, so viele neue Orte gesehen und so viel neues kennengelernt neue Lebensmittel, eine neue Kultur (bei jedem Mittagessen mit den Kindern Baguette und eine Käsesorte…) und bin sehr dankbar für meine Monate in Frankreich und hoffe sehr, dass ich bald alle wieder einmal sehe und besuche. 

Merci beaucoup Castres, Ludotheque,