Tagebuch von Sarah Muggenhuber

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Ausbildungsland Irland
Geburtsdatum 20.12.1996
Ausbildung
Studierende/r
Soziale Netzwerke & Rss

Sarah Muggenhuber, am 25.09.2020 um 20:53

Das Semester meines Lebens

Ein Auslandsemester in Irland- mehr als nur Regen, grüne Wiesen und Pubs

Was mich bewegt hat, ein Erasmus-Semester zu machen? Ich wollte die Welt sehen. Ich wollte über meinen eigenen Schatten springen, ein neues Land, eine andere Kultur und Menschen aus aller Welt kennenlernen. Zu meinem Glück übertraf mein Auslandssemester in Irland meine Erwartungen.

Es ist unmöglich in Worte zu fassen, wie fassettenreich ein solches Auslandssemester sein kann und wie viele schöne Erfahrungen man tagtäglich macht. Wie sollte ich auch die Freundschaften, die Reisen, die kulturellen Eindrücke und die damit auch oft verbundenen Missverständnisse in Worte fassen?-Unmöglich! Es ist immer aufregend, spannend, lustig und selbst wenn es manchmal ein paar Hürden gibt, man wird nie fallen gelassen. Es sind immer ein paar Auslandsstudenten da, die dich auffangen, dich motivieren und dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern, denn sie erleben die gleichen Hürden wie man selber.

Beim Hinflug saß ich noch voller Ungewissheit in einem Flugzeug und fragte mich, ob ich das gerade wirklich machen würde und ob ich alle nötigen Vorbereitungen getroffen hatte. Ich hatte alle wichtigen Anträge ausgefüllt, alle nötigen Unterschriften für das Learning Agreement eingeholt und fristgerecht eingereicht. Zum Glück standen mir hierbei die Zuständigen auf der Uni mit Rat und Tat zur Seite. Auch meine gewünschten Kurse hatte ich schon gewählt, mir eine Gastfamilie gesucht und zwei große Koffer mit Kleidung für den kommenden Winter gepackt. Während ich daher beim Hinflug noch viel Nervosität verspürte, saß ich hingegen beim Flug zurück nach Österreich mit Tränen in den Augen in der Maschine und fragte mich, wann ich wieder zurück nach Irland kommen würde. Ich verließ ein wunderschönes Land, eine mir nun gut bekannte Umgebung und meine neugewonnenen Freunde. Freunde, die zur Familie wurden, Freunde, die mit mir das ganze Land bereisten und sowohl in Zeiten von Heimweh, als auch während Zeiten größter Freude da waren. Freunde die auf der ganzen Welt verteilt sind und von denen man, besonders zu Zeiten von Corona, nicht weiß, wann man sie wieder im Arm halten darf. Doch das Internet ermöglicht es mir trotzdem, mit meinen liebgewonnenen Freunden den Kontakt aufrecht zu erhalten.

Insgesamt bin ich unheimlich dankbar, die Chance gehabt zu haben, ein Auslandsemester in Dublin verbringen zu dürfen und würde mich immer wieder dafür entscheiden. Das Semester hat mir nicht nur bessere Englischkenntnisse gebracht, sondern auch einzigartige Freundschaften und ein Fotoalbum voller Erinnerungen. Obwohl es nur wenige Monate in Dublin waren, konnte ich als Person wachsen, eine neue Weltoffenheit und Perspektiven entwickeln. Ich werde dieses Semester für immer positiv in Erinnerung behalten und Irland als zweite Heimat in meinem Herzen.