Tagebuch von Astrid Elisa

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Ausbildungsland Rumänien
Geburtsdatum 03.03.1999
Ausbildung
Studierende/r
Soziale Netzwerke & Rss

Astrid Elisa, am 07.11.2020 um 10:37

Bukarest in einem Wort: Kontrastreich.

Eine interessante Stadt, an die man sich aber erst mal gewöhnen muss.

Innerstädtische Protzbauten stehen Tür an Tür mit Bruchbuden. Aufgestylte, junge Menschen mit Designertaschen in der Mitte, Bettelnde am Rand der Gehsteige. Blitzblanke Prachtboulevards, Seitengassen, in denen die Stromkabel auf die Straße runterhängen. Blöd gesagt: Die schönen Dinge sind wirklich wundervoll, die nicht so schönen…Naja halt wirklich schirch. Und - Achtung jetzt wird’s tiefgründig – man lernt so schließlich die hübschen Dinge wirklich zu schätzen. Und man gewöhnt sich an diese Kontraste und lernt dieses besondere Flair zu lieben. Selbstverständlich nicht, dass es den Menschen teilweise schlecht geht, aber dieses unperfekte, sich im Aufschwung befindliche hat schon was.  

Anfangs wars echt nicht leicht. „Zugegebenermaßen, und bis zu einem gewissen Grad muss ich mir das selber überhaupt eingestehen, es hat sich schon cool angefühlt, die zu sein, die sich „traut“ in so eine Stadt zu gehen. Aber ich bin da halt doch nicht so taff, das Heruntergekommene macht mir ordentlich zu schaffen. Aber das kann ja werden, bin ja schließlich hier um dazu zulernen.“

Eine Woche nach meiner Ankunft habe ich folgendes geschrieben: „Mittlerweile habe ich mich halbwegs eingelebt. Selbst das alleine Nachhause gehen im Dunklen stört mich nicht mehr so arg wie am Anfang. Die Dinge, die für mich komisch sind, sind hier halt normal.“

Ich glaub, dieses Bild beschreibts ganz gut.