Tagebuch von Evelyn Kaindl-Ranzinger

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Ausbildungsland Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland
Geburtsdatum 09.01.1964
Ausbildung
Bildungspersonal
Soziale Netzwerke & Rss

Evelyn Kaindl-Ranzinger, am 03.10.2019 um 00:12

Grade angekommen und schon mittendrin

Schon vor dem offiziellen Beginn der Konferenz ist hier gewaltig viel los!

Noch in der Dunkelheit ging es heute Früh los: erst Bus, dann - mangels realistischer und leistbarer Alternativen leider gar nicht klimaschonend - per Flugzeug und schließlich mit dem Commuter Train nach Brighton. Das Umsteigen hat sich jedesmal als sportliche Herausforderung erwiesen - man könnte die Buchung auch als zeitlich höchst effizient bezeichnen... Schließlich bin ich mitten am Nachmittag in einer wunderschönen historischen Bahnhofshalle angekommen und stracks ins Brighton Center zur Tagungsanmeldung marschiert. Der Fußmarsch vom Bahnhof Richtung Seafront durch lebhafte Straßen mit unaufdringlichem Charme einer bunten und vielgesichtigen Stadt hat mich neugierig gemacht. Ich hoffe, es bleibt zwischendurch Zeit für Spaziergänge. 

Beim Tagungsempfang herrschte nur scheinbar die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm: im Obergeschoß war der erste überaus spannende Programmpunkt gerade in vollem Gange: die Museum Association, Veranstalter der Tagung, betreibt seit einem knappen Jahr ein Pilotprogramm in verschiedenen Museumsregionen. Im Rahmen von offener Gesprächsforen mit geladenen und freiwilligen VertreterInnen von Museen einerseits und unterschiedlicher Communities in deren jeweiligem Umfeld werden Fragen zu gemeinsamen Zielen, sich ergänzenden Fähigkeiten, wechselseitigem Nutzen, möglicher Zusammenarbeit zum Wohl der Gemeinschaft und vieles mehr erörtert. Unter dem Titel „partnerships with purpose“ entstehen graphic recordings der Ergebnisse, die als Grundlage für weitere Schritte im Sinne eines erfolgreichen Community development dienen. Im Vorfeld der Jahrestagung fand nun die vorerst letzte solcher Runden statt. Ein flotter, hoch kreativer Prozess mit etwa 50 Personen, den ich da miterleben durfte. Prädikat: nachahmenswert.

Die „Welcome Reception“ brachte einige informelle kurze Gespräche - was allerdings doch recht fordernd ist, angesichts einer Gruppe, in der sich die Leute untereinander doch gruppenweise kennen.

Entlang der Seafront, wo nachmittags doch tatsächlich noch eine Reihe von Menschen im Wasser geschwommen sind (ohne Neoprenanzüge!!!) war dann abends Ruhe eingekehrt. Selbst das Pier war um 8 dunkel. Ein erster Spaziergang führte mich durch die Gässchen des älteren Stadtteils und vorbei am romantisch beleuchteten Royal Pavilion und dem Brighton Museum, dass wir wohl auch noch von innen sehen werden.

Zwei „facilitators“ von www.morethanminutes.co.uk am Werk.