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Story von Roman Steinmaurer

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Zielland Deutschland
Geburtsdatum 03.03.1997
Kategorie
Jugendarbeiter/innen und sonstiges
Soziale Netzwerke

Roman Steinmaurer, am 03.11.2018 um 22:54

Unterwegs in Europa

Von Dienstag, 30.10., bis Freitag, 2.11., habe ich Martin, einen Freund von mir in Essen besucht. Sogar nach Holland sind wir mit dem Fahrrad gekommen.

Voller Vorfreude, Aufregung und Spannung bin ich am Dienstag, den 30.10. ins Flugzeug in Richtung Köln gestiegen. Ich bin erst am Nachmittag geflogen, vormittags haben ich, Arndt und seine Kinder, Aaron und Ela noch unsere gemeinsame Zeit ausklingen lassen. Diese paar gemeinsam Stunden habe ich als sehr schön empfunden und ich habe mich ähnlich wohlgefühlt, als wäre ich bei meiner eigenen Familie.

In Köln angekommen, nach einem entspannten Flug, hat mich Martin bereits erwartet. Wir hatten uns in Berlin vor ungefähr sechs Wochen kennengelernt. Man könnte meinen, es wäre noch viel zu früh gewesen, dass ich ihn einfach so gleich mehrere Tage besuche. Wo ich ihn ja rein nur als einen Freund sehe und nicht mehr. Mein Gefühl sagte mir aber, dass das klar geht, und so war es dann auch. Es waren drei total spannende, interessante, vollkommene Tage. 

Mit der Bahn sind wir vom Flughafen in die Innenstadt von Köln gefahren. Es war sehr windig, regnerisch und auch schon dunkel. Trotzdem sind wir eine weile durch die Innenstadt spaziert, auch am Kölner Dom vorbei natürlich.

Nach einer Weile haben wir uns dann doch entschieden den Spaziergang zu beenden und ein Bier zu trinken. 

Nun ging's nach Hause und wir fuhren mit dem Zug nach Essen in Martin's Wohnung. Für mich war alles natürlich komplett neu und eine Entdeckung des Unbekannten. Ich erkunde ja für mein Leben gerne :)

Am nächsten Morgen gab's Kaiserschmarrn und gebratenes Gemüse, das wir kurz vorher beim Markt in der Nähe bekamen. Das Kaiserschmarrn Rezept habe ich ais dem Internet gleich in mein schwarzes Rezeptebuch übertragen. Das Geheimnis an einem perfektem Kaiserschmarrn ist das Schlagen und Unterheben des Eiklars, haben ich und Martin festgestellt. Es war ein wahres Kaiser-Frühstück wie ich schon lange keines mehr gegessen hatte. 

Nach dem Frühstück wurde es sportlich. Ich wollte ja unbedingt mit dem Fahrrad gemeinsam mit Martin irgendwo hin fahren. Also beschlossen wir nach Holland zu fahren, was ja nicht weit weg ist vom Ruhrgebiet, inmitten dessen wir uns ja befanden. 

Von der Stadt Emmerich, die auf der deutschen Seite lag, sind wir nach Arnheim, der Hauptstadt der Provinz Gelderland gefahren. Von hier aus weiter nach Nijmegen, wo Martin den Stefan, einen Freund von ihm kannte. Lustigerweise ist dieser Stefan jetzt gerade in Berlin und wir treffen uns die Tage :)

Bei Stefan durften wir übernachten. Er lebte gemeinsam mit einem 80 jährigen relativ bekannten Schriftsteller, Wilfried, zusammen in einem typisch holländischen kleinen, süßen Backsteinhaus.

Am nächsten Morgen haben wir mindestens genausogut gefrühstückt wie den Tag zuvor, es war ein Traum :)

Als wir mit dem Fahrrad in Holland ankamen, fühlte ich mich irgendwie komisch. Alles war so ungewohnt. So viele Radfahrer, so flaches Land, so windig, man hat dem Atlantik irgendwie schon gespürt. Dann noch die Menschen, die eine andere Mentalität haben und eine andere Sprache sprechen. Ich habe meinen europäischen Freiwilligendienst ja in Deutschland gemacht und musste deswegen keine neue Sprache lernen. Plötzlich fühlte ich mich ganz und gar nicht mehr europäisch sondern österreichisch, so blöd das auch klingen mag. Erst nach und nach habe ich mich (trotz der kurzen Zeit) so ein bisschen eingelebt. Stefan kommt ja auch, genauso wie Martin aus Essen und er war dann wie ein kulturelles Bindeglied. Er hat mir dann geholfen Holland und die Holländer besser zu verstehen, wofür ich ihm sehr dankbar bin. 

Dadurch dass ich den europäischen Freiwilligendienst in Berlin geleistet habe, hatte ich ja die Gelegenheit eine völlig andere Mentalität kennenzulernen. Deswegen ist es mir dann auch in Holland im Endeffekt relativ leicht gefallen die Mentalität nachzuvollziehen. Sehr spannend kann ich nur sagen!! :)

Nach diesem spannenden Ausflug ging's mit dem Fahrrad entlang des Rheines wieder zurück nach Emmerich, wo wir mit dem Zug nach Essen zurück fuhren. Entspannung war erstmal nur kurz angesagt, da wir zur Geburtagsfeier von Martin's Bruderei geladen waren. Das sind wir dann am Abend auch hin. Es war ausgesprochen nett. Zu fünft saßen wir am Tisch, so Martin, ich, sein Bruder und seine Eltern. Wir haben lecker gegessen, gequatscht und eine schöne Zeit zusammen verbracht. Es war für mich etwas sehr besonderes, dass ich Martin's Familie kennen lernen durfte.

Am nächsten Tag ging's schon wieder früh morgens nach Hause und Martin hat mich mit dem Auto von seinen Eltern zum Flughafen gebracht. Wir blickte


Ich, Martin und Stefan vor unserer Stadtführung auf dem Fahrrad